Das Bündnis mit Axe sollte halten, auch in Krisenzeiten. Das tat es. Noch bevor Lovis, die Frau des Jarls mit Zwillingen niederkam, standen Helvegen und Axe sich Seite an Seite einem Konflikt gegenüber, der zwischen Vakur und Manegam zu gären begonnen hatte.

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Der Krieg gegen den Süden schien kaum mehr als eine Erinnerung, seitdem der Kommandant von Belnend beim Orakel in der Höhle gewesen und in Frieden gegangen war. Aber war ein Streit unter den Nordclans nicht weitaus schlimmer?

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Obwohl zuerst von einem Brudermord die Rede gewesen war, stellte sich heraus, dass ein junger Krieger es mit der Wahrheit nicht ganz so genau genommen hatte und lediglich ein Thrall getötet worden war, der einst ein Bruder gewesen war, bevor er versuchte ein Haus niederzubrennen. Wohl doch nicht ganz zu Unrecht forderte nun Manegam den Kopf des Lügners und das Totschlagsthing lief nicht ganz so wie man es erwartet hatte nach der ersten Vakur’schen Version der ganzen Geschichte. Die Skepsis von Chang aus Axe war wohl begründet gewesen und doch tat es gut zu wissen, dass er mit Helvegen im Schildwall gestanden hätte, wenn es hart auf hart gekommen wäre.

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Zwei Hand nach der Geburt der Zwillinge Thorin und Gyda kam der Winter nach Helvegen. Er kam zuerst in Form eines unseligen Konflikts zwischen Yoric, dem Thane und Lovis, der Jarlsfrau und entzündete sich über zwei schöne Schwerter, die eigentlich als ehrenvolle Geschenke an Helvegens neue Kinder gedacht, zum Streitpunkt wurden, so dass die außer Rand und Band gehaltene Lovis aus Belnend wieder heimgebracht werden musste. Nicht oft, aber doch einige Male war es vorgekommen, dass eine junge Frau nach der Geburt die Nerven verlor, so sagten die alten Weiber. So bat man erneut Armari, die Schamanin der Ki-Kara in die Halle nach Helvegen um Lovis zu helfen. Zu diesem Anlass erfuhr man, dass womöglich bald der Zeitpunkt gekommen war, an dem die Männer dem Stamm der Waldweiber behilflich sein konnten – denn diese sahen sich einer Bedrohung ausgesetzt, deren Ursprung noch im Dunkeln lag.

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Dann kam der echte Winter. Er kam von Norden und trieb mächtige Eisschollen vor sich her und in den Fjord, wo sie sich zu knirschend und krachend zusammenschoben zu mächtigen Gebilden. Noch einige Frostnächte und es konnte sein, dass der Fjord gänzlich unpassierbar war.  Zum Fischen schlugen die Männer Löcher in die Eisschicht und das ganze Dorf war damit beschäftigt alle Fugen und Ritzen der Häuser mit Torf abzudichten, denn der Wind fraß sich mit scharfen Zähnen überall hin, wo man ihm keinen Einhalt gebieten konnte.

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