Die lange Nacht

Eine Tochter entstammt der strahlenden Göttin

Eh der Wolf sie würgt:

Glänzend fährt nach der Götter Fall

Die Maid auf den Wegen der Mutter.

(Vafthrûdhnismâl, Vs. 47)

***

Yngvar, den einsiedlerischen Kräutermann, hielt es immer noch in Helvegen. Ob an seinem Interesse am Orakel lag oder nur am mittlerweile vereisten Fjord, wusste wohl nur er selbst.  Helvegens Schlangenschiffe lagen sicher verwahrt auf Halde.

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Die Gruppe aus dem Süden rund um die Baumeisterin hatte sich ebenfalls in Helvegen niedergelassen und war des Umfangs der Gruppe wegen, die durchaus eine halbe Clan-Größte hatte,  aus der bescheidenen Hütte in eine kleinere Halle gezogen. Zumindest von diesen wusste man mit Bestimmtheit, dass ihre Entscheidung zu bleiben in Freiwilligkeit gefallen war.

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Dann gab es da nun noch Alrun. Einst in Helvegen geboren, Tochter eines im Kampf gefallenen Kriegers namens Ketil, war sie nun nach langer Abwesenheit zurückgekehrt und verstrickte sich in einige Widersprüche, die nicht unbemerkt blieben während der langen Abende am Feuer in der Halle. Insbesondere ein Besuch aus Hunjer brachte das Weib in Bedrängnis.

Rikimaru, der totgeglaubte Schmied, legte Ehrgeiz an den Tag und hatte sich in den Kopf gesetzt der Berserker von Helvegen zu werden.

Lovis barg aus einer Höhle bei Axe einen Speer, von dem Wanderer behauptet hatten, es sei der Speer Odins. Nach einer Begutachtung durch Yngvar beschloss Sigurd, dass der Speer, über dessen Echtheit man nach wie vor im Zweifel war, zur Sicherheit von Helvegen und als Schutz vor dem Zorn der Götter in der Höhle und in der Obhut des Orakels aufbewahrt werden sollte.

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Ein Besuch von Vakur brachte eine Art Handelsbündnis des Nordens mit sich, an dem auch Helvegen teilhaben würde. Zu verdanken war die Idee der rührigen Händlerin von Vakur.

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So brachte alles in allem die lange Nacht, in der die Sonne es nicht mehr schaffte, über den Horizont aufzusteigen, alles andere als Ruhe. Am Abend war die Halle ein Ort voller Leben, erfüllt mit Geschichten, Lachen und Streitigkeiten, die bisher immer ein gutes Ende fanden.  Sogar zwei Kinder erblickten zu Beginn der langen Nacht in Helvegen das Licht der Welt, das ihnen nur in Form von Fackelschein und dem Licht der drei Monde entgegenstrahlen konnten: Niara, Weib des Byron, brachte bei ihrem Besuch in Helvegen gesunde Zwillinge zur Welt.

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Die Vorratslager waren gut gefüllt – selbst für einen lange Winter und unerwartet kam auch Goldsegen über Helvegen. Ein zwischen Jarl, Thane und Brunhilda gut gehütetetes Geheimnis, das den Unwissenden nur als ungewöhnlich opulentes Schmuckwerk  in der Langhalle ins Auge fallen konnte:  Vergoldete Feuerschalen und Schlangenköpfe zierten mit einem Mal die Wände.

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