Der Kampf gegen die Frostriesen nahm langsam Fahrt auf, über Nacht hatte es getaut und übrig blieb eine Mischung aus Schnee, Matsch und zertrampelter Vegetation. Doch an einigen Ecken spross bereits neues Grün aus Zweigen und Boden.
Mit der Natur regte sich auch das Leben der Helvegener. Die Vorbereitungen für den alljährlichen Raubzug waren allmählich angelaufen, das Ziel festgelegt. Alle Handwerke waren gefragt und beschäftigt, denn der Jarl ließ neue Schiffe bauen.

Die Aufgabe eines Kriegers aus Fensalir hatte ihn nach Helvegen geführt, wo er gegen Yngvar angetreten war um sich eines der Banner von Helvegen zu erkämpfen. Damit war zugleich auch Yngvars letzte Aufgabe bestanden und es stand ihm nun frei, das Weib Solrun auf den Berg zu führen und sie zu seinem Weib zu machen.

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Kampf unter den Gefährtenschaftswilligen

Zeitgleich fand für die Helvegener das erste Nachkampftraining statt. Hier musste so manches Weib spüren, dass eine Schildmaid zu werden ein langer und steiniger Weg war, bei dem man jede Menge Schnee und Holzspäne schlucken musste.

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Schildmaid Brunhilda ist eine harte Ausbilderin
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Rebekkas erste Lektion

Beim Gegenbesuch in Fensalir stellte sich heraus, dass auch der Clan von Aegir dem Ende des Winters entgegensah. Die gleiche Unruhe hatte hier die Männer ergriffen, wie sie auch in Helvegen zu beobachten war: Man sehnte sich nach dem Kampf, danach sich zu messen und wieder hinaus in die Welt zu ziehen. So kam es gerade recht, was Sigurd von Pavidus Filzbarts Karte und dem dort verzeichneten Eiland zu berichten wusste.

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Mittlerweile hatte sich die Kunde verbreitet, dass Kassaus weißte Kaste wieder aggressiver versuchte dem Norden den Glauben der Priesterkönige aufzuzwingen. Von Folterungen und sogar von Todesurteilen war die Rede* und so schlossen sich auch die letzten Zweifler in Helvegen an, dass es die rechte Gelegenheit war dem mächtigen Kassau einen Dämpfer zu erteilen und sich die sicher geglaubte Insel namens Chrysos vorzunehmen und diese mit dem Sturm der Torvaldsländer Wut und Kampfkraft zu überziehen.

Doch bevor es auf Raubzug gehen konnte, musste ersteinmal die Saat ausgebracht und Freyr ein Opfer dargebracht werden. Zu diesem Anlass lud Fensalir nun Helvegen zu einem zweitägigen Marktfest ein, bei dem auch die Männer und Schildmaiden Gelegenheit bekommen würden ihre Kräfte zu messen.

((Rafft eure Waren zusammen!
Eilt herbei und zeigt uns was ihr anzubieten habt!

Der lange, harte Winter neigt sich dem Ende zu
und der Norden ist in weiten Teilen des Gebiets wieder zu bereisen.
Die langen, dunklen Monde sind vorüber und wir sehnen uns nach
Abwechslung, Trubel und Heiterkeit.

Lasst uns feiern, mit den Händlern feilschen und gute Geschäfte machen.

11. – 12. März 2017))

Gut gestärkt und mit einem letzten Blick auf Sarias Bauch, der sich sichtbar wieder gerundet hatte, stieg Lovis mit Sigurd zurück auf das Schiff nach Helvegen. Man hatte es in Finns Augen gesehen, dass die Entscheidung gen Chrysos zu ziehen und Kassau eins auszuwischen, schon fast getroffen war.

Umgekehrt lag es nun an Helvegen die Kundes von Fest und Markt bei den ihren zu verbreiten und die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Der Winter ging seinem Ende entgegen und die Weiber wussten, es waren die letzten Tage, in denen die Familien so ruhig und friedlich beisammen saßen.

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* Buchgrundlage: Die Chroniken von Gor 9 – Die Marodeure (von John Norman)

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