Allen Hoffnungen zum Trotz machte das verbliebene Nordheer keinen erkennbaren Versuch Männer und Schildmaiden aus Helvegen zu befreien, die, wie Lovis dank mehrerer Späher mittlerweile wusste, in Enkara gefangen saßen. Mehr als das, ließ sich weder Aegir blicken noch schickte er eine Botschaft, gleichwohl es sein Dorf gewesen war, das Helvegens Kräfte zu verteidigen versucht hatten.

Ein Gefangenenaustausch scheiterte, denn es war nicht Helvegen, die den Kommandanten von Belnend festgesetzt hatten und so dämmerte auch dem Süden, dass der Norden alles andere als geschlossen stand und dass sämtliche Forderungen “des Nordens” wohl eher die Forderungen einiger weniger Kriegstreiber waren. Diese Erkenntnis führte dazu, dass sich Helvegens Leute aus eigener Kraft freihandeln und heimkehren konnten.

Auch Sigurd, Jarl von Helvegen, kehrte heim und fand seinen in seiner Abwesenheit geborenen Sohn in den Armen von Lovis vor, die ihn inmitten von chaotischen Vorbereitungen auf einen möglichen Krieg auf Helvegener Boden zur Welt gebracht hatte. Der kleine Storm würde nach Yngvars Weissagungen ein großer Eroberer werden, aber voerst, stellte Lovis nüchtern fest, war er vor allem ein Säugling mit großem Hunger und einer kräftigen Stimme.

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Storm Sigurdsson wird geboren
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Sigurd nimmt seinen Sohn als den seinen an

Was Helvegen blieb, war eine ungeheure Wut und die Erkenntnis, dass kein Verlass auf das Zusammenstehen des Nordens war. Man besann sich auf die alten Bündnisse, die lange vor diese unseligen Zeit geknüpft worden waren. Axe. Fehu Isa. Fensalirs Treue maß man keine Bedeutung mehr zu, denn sie hatte sich als Trugbild erwiesen. Zu anderen Clans galt es Verbindungen zu knüpfen und deren Einschätzung der Lage zu erfahren. Es war Zeit den gestreuten Gerüchten mit offenen Worten entgegen zu treten. Sigurd ließ die Behelfspalisade wieder abreißen und würde sich jeder Gefahr und jeder Bedrohung seines Clans stellen und außerdem liebte er den freien Blick auf den Fjord und nicht eingepfercht sein hinter Zäunen wie Vieh.

Man entsandte einen erst kürzlich nach Helvegen gekommenen Krieger nach Skjoldur um Geirolfur zu einem Gespräch zu bitten. So konnte man Auge in Auge voreinandertreten und die böse Saat gestreuter Gerüchte gemeinsam prüfen. Nachdem dies vollbracht war, wollte man gemeinsam nach Fehu Isa reisen. Denn der Clan von Fehu Isa war der nächste, der als Verräter verdächtig gemacht worden war.

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