Der Winter kam schnell. Nach ein paar Frostnächten und Schneeregen, der Helvegen in Schlamm versinken ließ, waren die Bewohner fast froh, als endlich der erste Schnee gefallen war und es so kalt wurde, dass der Schlamm gefror und mit einer gnädigen weißen Decke verborgen wurde.

So war es immer zu Beginn, wenn die Natur in ihre Winterstarre fiel. Der Schnee war neu und setzte unbändige Freude frei in der Brust der Nordleute, denn er verlieh der Landschaft ringsum eine fast heilige unschuldige Schönheit, die man nur den Göttern zuzuschreiben vermochte. Auch für die Kinder des Clans war die Zeit des ersten Schnees eine Zeit von Fröhlichkeit und ausgelassenen Spielen.

Doch es war nun auch die Zeit gekommen, in der Helvegen von seinen Vorräten zehren musste. Die Tabuks waren fort – wie jeden Winter waren sie gen Süden gezogen um das Überleben ihrer Art zu sichern. Anderes Wild war schwerer zu jagen und die Wanderungen durch die Wälder und bis hoch in die Berge waren mit Gefahren verbunden, so dass zur Jagd immer mindestens zwei Männer das Dorf verlassen mussten.

Es würde sich zeigen, ob der Clan genügend vorgesorgt hatte. Denn der Winter war früh gekommen in diesem Jahr und manch altes Weib flüsterte davon, dass auf einen so ungewöhnlich warmen Sommer immer ein besonders harter und langer Winter folgte.

helvgenV3_winter_001

Gleichzeitig rückte Samhain, die Nacht der Ahnen näher.

Samhain_2017

 

 

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