Samhain in Helvegen

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Zur Nacht der Ahnen versammelt sich der Clan auf dem Runenberg. Aus Belnend sind Gäste zum Fest angereist.

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Der Runenpriester und seine Bond reinigen den Platz und führen das Ahnenblot durch.

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Die Opfergaben werden in eine prachtvolle Truhe gelegt.

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Danach geht es zu Speis und Trank in die Langhalle.

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Der folgende Abend gehört ganz der Musik und dem Geschichtenerzählen. Gebannt folgen nicht nur die Kinder der Geschichte um den hinterlistigen Loki und den Tod Baldurs.

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Bevor der Winter kommt

Jorund und Calla wurden an einem der letzten Tage verbunden, an denen die Bäume in den Wäldern noch buntes Laub trugen. In Helvegen hatte nun so gut wie jeder einen gefunden, zu dem er bei eisiger Kälte unters Fell kriechen konnte und die wenigen, bei denen es nicht so war, würden mit einer Bond vorlieb nehmen müssen oder sich an dem Gedanken erfreuen, dass die Wärme zurückkehren würde, irgendwann im nächsten Jahr.

Lovis hatte den Runenberg gemeinsam mit Gyda geschmückt, die sich nach wie vor große Mühe gab, folgsamer und freundlicher zu sein. Gelb, Orange, Rot und sattes Grün überwogen, denn draußen in der Natur war kaum mehr anderes zu finden.

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Taara, die nach einer Operation noch nicht wieder laufen durfte, ließ sich von ihrem Gefährten, dem Schmied, auf den Runenberg tragen, damit sie anwesend sein konnte.

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Sigurd war – wie meistens – als erster auf den Runenberg um einen Moment stille Zwiesprache mit den Göttern zu halten.

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Callas Schönheit, die sich nicht nur auf ihre äußere Erscheinung beschränkte, sondern auch durch ihr angenehmes Wesen ausstrahlte,  hatte nicht nur Jorund beeindruckt. Als sie an Sjards Arm auf den Berg geführt wird, geht ein leises Raunen durch die Gruppe der Versammelten.

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Der Tausch der Schwerter geht reibungslos vonstatten.

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Und auch beim Ringtausch fällt kein Ring zu Boden.

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Als beide ihren Schwur geleistet haben, geht es endlich an den ersten Kuss, der nicht vor den Augen des misstrauischen Jarlsweibes verborgen bleiben muss.

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In der Halle drängen sich die Feiernden.

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Es herrscht ausgelassene Stimmung und Geschenke werden übergeben.

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Unvermeidbar das Schlemmen und Saufen bei einer Gefährtenschaft.

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Calla und Jorund, endlich vereint vor gefüllten Tellern und Schalen.

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Der ein oder andere hat zwar noch schlimme Kopfschmerzen vom Besäufnis des Vorabends unter den Kerlen, aber auch an jendem Abend wurde derart gebechert, dass manche zu berichten wissen, dass Lovis sogar auf der Bank gestanden haben soll, um einen Fremden davon zu überzeugen, dass sie wirklich ein Weib ist.

 

 

Herbstopferfest in Helvegen

Da Sigurd für eine Weile in Familienangelegenheiten seines Onkels unterwegs war und Yoric sich selten in der Halle zeigte, übernahm Jorund auf Geheiß hin die Verhandlungen mit Belnend und die Verantwortung für das Wohl des Dorfes.

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Lovis nutzte die Zeit um zu den Arquana zu reisen. Sie teilte nicht die Meinung ihres Gefährten über den rechtmäßigen Besitz des Silbers und wollte um jeden Preis einen Zweifrontenkrieg vermeiden, in dem Helvegen aufgerieben werden könnte. So gab sie einen anderen Reisegrund vor, als Jorund nachfragte und machte sich in Gesellschaft von Taara und Sjard auf den Weg. Sjard hatten sie um Dunkeln gelassen über das Ziel der Reise, so dass man ihn dort angekommen zunächst mit einem geräucherten Schinken bestechen musste. Brunhilda war nachgereist, zeigte sich aber einverstanden mit dem Vorhaben, so dass es zu keinen weiteren Verzögerungen kam. Vor Orte und vor dem Lager der Waldweiber überschlugen sich jedoch die Ereignisse, so dass Sjard um ein Haar in die Gefangenschaft der Ki-kara geraten wäre, weil er seinen Schinken nicht teilen wollte. Das Silber konnte jedoch übergeben und Frieden hergestellt werden. Dass die Waldweiber sich nach dem Verbleib des Kriegspfeils der Torvaldsländer erkundigt hatten, hatte Lovis nicht weiter in Aufregung versetzt. Denn der alte Pfeil Torvalds war verschollen und der neue Pfeil der Clans würde sicher verwahrt sein, davon war sie überzeugt.

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Zuhause angekommen stellte der misstrauisch gewordene Jorund sie zur Rede, vielleicht hatte auch jemand sie verraten, das ließ sich nicht mehr wirklich ergründen. Da aber die Mission schon vollzogen war, hoffte Lovis auf eine geringe Strafe, sobald Sigurd zurück sein würde.

Die Kinder von Helvegen testeten ihre Freiheiten aus. Faustkämpfe im Wald führten zu dem ein oder anderen verlorenen Zahn und zu krummen Nasen. Schließlich überspannten aber Gyda und Aaron den Bogen und rissen für ein paar Tage aus um im Wald den Clan der Halsabschneider zu gründen. Yoric führte die erste Suche an, jedoch scheiterten die Pläne der jungen Ausreißer an einer Pilzvergiftung und so wurden sie von Jorund und Brunhilda gerettet.

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Jorund hatte die Rückkehr des Jarls wohl gleich aus zwei Gründen herbeigesehnt, zum einen konnte er die Last der Verantwortung wieder schmälern, zum anderen um das Weib Calla anhalten. Wie es üblich war, stellte Sigurd ihm drei Aufgaben um das Weib zu freien. In der ersten Aufgabe gelang es ihm das Brautgeld für Calla im Süden zu erbeuten, die zweite Aufgabe führte ihn in einer tiefer führenden Beschäftigung mit den Göttern auf den Runenberg, denn es oblag ihm das Haustblot darzubringen.

Die eingebrachte Ernte war mit abendlichen Einladungen zu Speis und Trank gefeiert worden, die reihum erfolgten, so dass ein jeder einmal Gastgeber und mehrmals Gast sein konnte. Die Idee des Fischers war aufgegriffen und umgesetzt worden.

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Zur Tag- und Nachtgleiche trafen sich alle auf dem reich geschmückten Runenberg und Jorund brachte den Opfer ihren Anteil an der Ernte dar. Bei dieser Aufgabe wuchs er über sich hinaus, so dass alle – Sigurd eingeschlossen – voll des Lobes waren. Es war ein würdiges Ritual, bei dem die Anwesenden sich den Göttern nah und ergeben fühlen konnten.

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Die Bänder des Zusammenhalts waren bekräftigt. Es sollte sich herausstellen, dass das Zusammenstehen des Clans und die alten Riten dazu geführt hatten, dass sich einige Torvaldsländer auf Reisen dem Clan anschließen wollten.

Krieg und Liebe

Es war kaum Zeit vergangen, als ein Jarl aus den Nördlichen Wäldern in Helvegen davon berichtete, dass Belnend einen Krieg gegen den Norden vorbereitete. Als sei das nicht schon berunruhigend genug, ließ er sie auch noch wissen, dass Helvegen als erstes überrannt werden sollte. Auch die Lösung hatte er schon bei der Hand, nämlich Belnend anzugreifen, bevor der Kommandant mit seinen Kriegern ausrücken konnte.

Da Sigurd nicht zugegen war, erbat man sich Bedenkzeit. Noch am gleichen Tag sandte man Späher nach Belnend um herauszufinden, ob das Vorgebrachte der Wahrheit entsprach. Wie es schon auf Chrysos der Fall gewesen war, waren die Späher gerade ausgerückt, als man schon zum Angriff auf Belnend blies und da außerdem eine Gefährtenschaft geschlossen werden sollte, die von langer Hand vorbereitet worden war, zog Helvegen nicht mit in diese eilige Schlacht.

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Späher werden ausgesandt

Sigurds Skepsis bezog sich vor allem auf die Verluste, die der Kommandant von Belnend in der Schlacht um Chrysos erlitten haben musste und selbst eine mittelgroße, zentralgoreanische Stadt wie Belnend konnte nicht die Mittel für gleich mehrere Krieger hintereinander aus dem Ärmel schütteln. Belnend würde eine Weile brauchen sich erneut zu rüsten und nicht so dumm sein sich überstürzt in einen Krieg auf feindliches Gebiet mit dem gesamten Norden zu stürzen. Die Zeit würde zeigen, ob die Einschätzung Helvegens sich als richtig erweisen würde.

Zur Besiegelung der Gefährtenschaft vor den Göttern war Arcturus, der Runenpriester aus Uppsala angereist. Lange, sehr lange hatten Cortie und Saphira auf diesen Moment warten müssen, doch alles Ausharren wurden letztlich reich belohnt mit einem besonders schönen Ritual auf dem Runenberg und einer ausgelassenen Feier im Anschluss.

(Die Weiber von Helvegen beim rituellen Baden vor der zu schließenden Gefährtenschaft)

(Die Gefährtenschaft wird geschlossen vor den Göttern)

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Festschmaus in der Halle
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Ausgelassene Stimmung und Tanz einer Bond

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Rückkehr in die Heimat

Das Metopfer vor der Abreise von Chrysos zahlte sich aus. Auf der Heimreise verschonte der Donnergott Thor die Schiffe Helvegens und ein zweites Unwetter blieb aus, so dass die Krieger samt Beute dank günstiger Winde rasch die nördliche Thassa überquerten und schließlich durch den Strangfyorthe hindurch zurück nach Helvegen gelangten.

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Die Schiffe legen an
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Willkommen zurück

Ohne Zwischenstopp in Lydius, auf den das zeternde Südweib gehofft hatte, dass sie zu der im Sumpf verborgenen Kiste mit Gold geführt hatte, legte man in der Heimat an, wo sich bereits die Lieben und Schaulustigen versammelt hatten um die Heimkehrer in ihre Arme zu schließen.

Der Bauch von Lovis war jetzt leicht gerundet und es ließ sich nicht mehr verbergen, das sie wieder ein Kind erwartete. Die Siedlung lag friedlich im Schein des Zentralfeuers da, auf den Äckern gedieh die Saat und war zu jungen Pflanzen herangewachsen und in den Ställen gab es Nachwuchs. Es schien als hätte der Runenpriester Acturus im Tempel zu Uppsala die Runen richtig gedeutet. Fruchtbarkeit und Wohlstand blühte in der Siedlung. Nur wenige Tage später brachte Taara, die Heilkundige,  gesunde Zwillinge zur Welt, die sie hoffentlich über den Verlust ihres jüngsten Sohnes hinwegzutrösten vermochten.

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Beutegold aus Chrysos
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Die Behaglichkeit der heimatlichen Halle
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Der Clan wieder vereint
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Erneuter Zwillingssegen in Helvegen

Die Chrysos Beute konnte sich sehen lassen und sorgte für ausgelassene Stimmung in der Halle. Eine der reich gefüllten Truhen ließ der Jarl unter allen Clanmitgliedern aufteilen. Ein Teil wurde zurück behalten um die aus allen Nähten platzende Siedlung zu vergrößern und eine neue Halle zu bauen. Das war der Plan. Ein anderer Teil wurde zurückbehalten um den Göttern ihren Anteil zu opfern.

Der Kommandant von Belnend kam um seine Waffen zum vereinbarten Preis zurückzukaufen, die er Niara als Pfand für die Sklavin Ewa überlassen hatte.

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Belnend und Helvegen stehen einander erneut gegenüber

Der Handel misslang, als Byron, Niaras Gefährte,  statt der 4 Silber nun 4 Gold haben wollte und nur haarscharf konnte Sigurd einen Krieg in der Siedlung und Schaden von Helvegen abwenden. Byron, der sich erneut von niemandem ernst genommen fühlte, floh daraufhin in die Wälder. Es wussten wohl nur die Nornen selbst ob er nach seiner Kopfverletzung jemals wieder in der Lage sein würde den Clan von Fjellandsby zu führen. Belnend zog aufgebracht und unverrichteter Dinge wieder ab und der ohnehin schon kochende Hass auf Grund der Niederlage des Südens auf Chrysos erreichte einen neuen Siedepunkt. Niara blieb in Tränen aufgelöst zurück und nahm auch Byrons Anteil vom Beutegold entgegen.

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Aufteilung der Beute

Im Anschluss reiste man zum Tempel nach Uppsala um den Göttern ihren Anteil zu bringen. Arcturus hatte sich schon auf die Ankunft der Siegreichen vorbereitet und zum Ausklang des Abends tanzten zwei Sklavinnen im Licht der drei Monde und Mira, die Bond des Runenpriesters, sang ein Lied vom von Sieg und Ruhme Helvegens.

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Opfer für Thor
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Tanz der Sklavinnen

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Arcturus und Mira

Runen für den Sieg – im Tempel von Uppsala

Sie wussten von drei Wegen, die hoch zum Tempel führten und wählten sich den ihren. So zogen sie bergaufwärts, weiter und weiter. Oben ruhte der Tempel der Asen und Wanen auf dem Felsen, wie ein Herlit mit angelegten Flügeln und ruhigem, aber aufmerksamem Blick.

Das letzte Stück legten sie über eine Hängebrücke zurück, die sie sicher über den tiefsten Abgrund führte, den Lovis je gesehen hatte. Sie hielt die Kinder fest an sich gedrückt und atmete erst auf, als das schwankende Holz hinter ihnen lag und ich vor ihnen die hölzernen Pforten des Tempels herhoben.

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Nach etwas längerem Warten und Ausruhen fand sich auch Arcturus ein, der sich dem Dienst am Tempel verplichtet und sich als Jarl von Fehu Isa deshalb zurückgezogen hatte. Als Runenpriester hieß er den Clan von Helvegen willkommen und leitete die Opferzeremonie. Ganz Helvegen bat die Götter um einen ruhm- und beutereichen Sieg auf dem bevorstehenden Viking. Schon morgen würden Männer und Schildmaiden in See stechen und Kurs auf Chrysos nehmen.

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Nachdem das Blutopfer gebracht war, hieß Arcturus Sigurd, Jarl von Helvegen, zwei Runen zu ziehen. Fehu und Kenaz. Wer mit Leidenschaft kämpft, wird Ruhm und Wohlstand heimbringen.

Das war eine gute Nachricht und ein Aufatmen ging durch den Raum. Zuletzte wurden einige persönliche Opfer dargebracht.

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Lovis opferte die goldene Kette, die das letzte Andenken an ihre Vergangenheit und an ihre alte Familie war. Gleichwohl sie mit Worten um die Heimkehr aller Helvegener zu ihren Liebsten bat, waren ihre Wünsche und Gedanken ausschließlich bei Sigurd.

Beunruhigende Nachrichten hatten Saphira und Cortie aus Belnend mitgebracht und so mischte sich nun in die anfänglich reine Zuversicht die Angst, dass ihr Gefährten womöglich eine größere Herausforderung bevorstand als angenommen.

Das Frühjahr

Mit dem Frühjahr in Helvegen begannen die eifrigen letzten Vorbereitungen für den Beutezug nach Chrysos.

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Lovis beim Imprägnieren des Segels

Eine letzte Ladung Holz beschafften Sjard und Jorund in Lydius, so dass auch das letzte Schlangenschiff fertig gestellt werden konnte, an dessen Segel die meisten Weiber in Helvegen gearbeitet hatte. Einige Gefährtenschaften wollten geschlossen werden, aber es war noch unklar, ob die Männer ihre Aufgaben vor der Abreise erfüllen konnte um die gewählten Weiber auf den Runenberg führen zu dürfen.

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In Liebesdingen: Rebekka sucht Rat beim Orakel und findet Antworten
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Cortie und Saphira wollen sich verbinden
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Sjard kehrt von der ersten Aufgabe zurück
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Die Freude bei Rebekka ist groß
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Besuch in Skjoldur
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Zum Erhandeln von Saatgut und zum Gewinnen von Mitstreitern

Fensalir feierte das Frühjahr mit einem Markt und einem Opfer für Ostara.

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Saria erzählt vom Markt
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Lovis am Markstand
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Sigurd kauft seltsame Tränke
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Lovis’ Allzweckdecken, bekannt im ganzen Torvaldsland
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Gaia erwartet Zwillinge
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Taaras Holzfiguren finden reißenden Absatz
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Eine Nacht in Aegirs Halle
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Die Seherin und das Opfer für Ostara

In Helvegen bereitete man wenig säter die Aussaat mit einem Opfer an Freyr vor.

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Lovis spricht ein Gebet an Freyr
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Das Opferblut wird aufgefangen
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und auf den Feldern verteilt
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Sigurd und Jorund zerlegen das Fleisch

PS. Dank für das schöne Gruppenfoto an Melody. 🙂

Filzbart auf und davon

Pavidus Filzbart hatte die Geduld des Clans wahrlich strapaziert, während er eine Kopie der Karte angefertigt hatte. Als hätte er geahnt, dass trotz des ihm von Sigurd gewährten Gastrechts bereits Yngvar ausgewählt worden war um ihn unauffällig verschwinden zu lassen, verschwand er seinerseits bei Nacht und Nebel mit einem Fischerboot über den Fjord.

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Was dem Clan blieb, waren drei Dinge: Eine Kopie der Karte, auf der die unbekannte Insel eingezeichnet war. Der Wortlaut eines Briefes, den Pavidus Filzbart in seinem Bündel herumgetragen hatte. Und die Ungewissheit darüber, ob noch jemand Kunde von der bislang geheimen Insel erhalten würde, wenn er es tatsächlich schaffte mit einem Fischerboot das Treibeis zu besiegen.

Ein jeder in Helvegen hatte seine ganz eigenen Motive, warum ein Raubzug zu der unbekannten Insel überaus verlockend war:

Lovis träumte von den üppigen Goldvorkommen, die im Brief beschrieben waren.

Yngvar wollte vor allem den falschen Göttern des Südens einen Schlag versetzen.

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Lovis sucht Beistand bei Yngvar um ihren Gefährten zu überzeugen

Yoric und die meisten anderen kampffähigen Männer träumte von blutgetränktem Boden und leichter Beute.

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Yoric, der Spalter, mit seiner kleinen Nichte Gyda

Und Sigurd träumte davon, dass die Skalden ihn einst in Lieder besingen würden, weil er über den Rand der Welt hinausgesegelt war.

Doch solange Helvegens Boden mit Schnee bedeckt war, mussten sich alle gedulden und sich mit Vorbereitungen zufrieden geben.

Die Überlebenden aus Vakur hatten ihre Arbeit in der Siedlung aufgenommen und sich trotz der belastenden Umstände und der Trauer über die Toten gut eingelebt. Einzig Cortie fehlte, ganz besonders fehlte er Saphira. Aber auch dem Clan fehlte er, denn Yngvar war der Ansicht, dass es einen guten Navigator bräuchte, der sich auch mit der südlichen Art zu navigieren, auskannte.

Tig, der Schmied und Taara, die Heilerin schickten die Asche ihres lange vermissten Sohnes auf die Reise zu den Göttern.

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Tig und Taara
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Flussmündung in den Wäldern

Rebekka – vom Übermut gebissen – wollte als Schildmaid mit auf die große Fahrt im Frühjahr gehen und es schien fast so, als habe sie damit Sjards Pläne durchkreuzt.

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Rebekka, stürmisches Temperament

 

Überlebende aus Vakur

Sie tröpfelten langsam ein, hatten sich mit bloßen Händen den Weg aus der Halle durch Schnee und Geröllmassen gegraben. Zuerst kamen Jarl Arne und Lulah, die Händlern. Dann Thao. Dann Saphira und Cortie. Bei Anbruch des folgenden Tages waren sie noch einmal dorthin gereist, wo einst die Siedlung der Vakur stand. Nun war fast alles dort begraben unter Schnee, Eis und Felsen.

Eine gewaltige Lawine hatte den Clan der Vakur heimgesucht und alles vernichtet, was sie sich in mühevoller Arbeit erschaffen hatten. Doch damit nicht genug, unter den geborgenen Toten fanden sich ausgerechnet Elinor und Vena.

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Die Toten brachte das Suchkommando nach Helvegen um sie von dort aus würdevoll auf ihre letzte Reise zu schicken. Einige Vorräte konnten auch noch geboren werden, aber der Verlust war groß und er schmerzte. Am tiefsten war der Schmerz über den Tod der beiden Weiber, die den Clan bisher in seinem Innersten zusammengehalten hatten.

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Jarl Arne und Thao finden würdige Worte

Entsprechend viele hatten sich versammelt, als man die reglosen Leiber hinaus trug auf die Ebene und sie vorsichtig auf den Holzstapeln ablegte. Von Herzen kamen die Gaben, die man ihnen mitgab in die alles verzehrenden Flammen.

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Vakur, Helvegen und Fjellandsby standen zusammen. Bis der Wind allmählich die Asche davontrug. Düstere Tage lagen hinter ihnen allen, doch es würden neue Morgende dämmern und von helleren Tagen künden. Denn die Zeit heilte alle Wunden.

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Nordische Gefährtenschaft

 

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Vor der Gefaehrtenschaft ein Bad unter Frauen

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Nariana ankleidet mit Kopfschmuck
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Im geschmückten Schlitten auf den Runenberg
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Die Frauen werden schon erwartet
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vonl inks: Heida mit Helga, Tig, Skar, Nariana, im Hintergrund Brunhilda und Jale
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Platzweihe und Segenswünsche
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Fast alle haben sich versammelt unterm Sternenzelt
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Tausch von Schwertern und Ringen
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Feier in die Langhalle
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Je tiefer die Kerbe, desto zahlreicher der Nachwuchs

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